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Im Zuge der Hexenverfolgung wurden auch zahlreiche Männer vor Gericht gebracht und hingerichtet. Eine beträchtliche Anzahl von ihnen wurde speziell der Werwolfverwandlung bezichtigt, was aber nicht bedeutet, dass alle Männer, die vom 16. bis ins 18. Jahrhundert wegen Hexerei verbrannt oder gehängt wurden, gleichzeitig als Werwölfe angeklagt waren. Nach einer Reihe von Verfahren im Herzogtum Burgund fand 1589 in Bedburg bei Köln der in der Kriminalgeschichte bekannteste Werwolfprozess statt: Der Bauer Peter Stubbe (auch Stübbe oder Stump) wurde zusammen mit seiner Tochter und seiner Geliebten hingerichtet, weil er angeblich mindestens 13 Kinder umgebracht und sich an 2 Mädchen vergangen hatte. Ob es sich hierbei um einen wirklichen Werwolfprozess oder um ein inszeniertes Gerichtsverfahren gegen einen politisch unbequemen Mann handelte, ist umstritten. Auf jeden Fall stieß der Fall auf große Resonanz, und selbst in den Niederlanden, in Dänemark und in England erschienen Flugblätter, teilweise mit Holzschnitten geschmückt, in denen die tatsächlichen oder angeblichen Gräueltaten des Peter Stubbe in allen Einzelheiten genüsslich geschildert wurden. Seither trug der Werwolf im Gebiet zwischen den Flüssen Erft und Rur den Namen Stüpp. Rés Jean Grenier Um 1603 stellte sich der 14 Jahre alte Schafshirte Jean Grenier den Behörden und gab freimütig zu, 50 Kinder ermordet zu haben. Ein Nachbar habe ihn dem "Lord des Waldes" vorgestellt, der ihm eine Salbe und ein Wolfsfell gab. Er brachte den Gerichtssaal zum Lachen. Das Gericht bescheinigte ihm eine niedrige Intelligenz und schickte ihn in ein Kloster, wo er völlig stumpfsinnig wurde. Rés Peter Stump Auch Massenmördern in "gewöhnlicher Menschengestalt" sagte man nach, daß sie Werwölfe seien. Exemplarisch hierfür ist der Fall des Peter Stump, der sich in Bedburg bei Köln um 1590 zutrug. Stump wurde angeklagt, sich in einen Wolf verwandelt zu haben, mindestens zwei Männer, zwei schwangere Frauen, sowie dreizehn Kinder gefressen, als auch mit seiner Tochter Inzest betrieben zu haben. 1589 gestand Peter Stump aus Bedburg bei Köln vor Gericht, zwanzig Jahre lang eine teuflische Succube als Beischläferin gehabt zu haben. Diese habe ihm einen Gürtel geschenkt, mit dem er sich, sobald er ihn anlegte, in einen Werwolf verwandeln konnte. In dieser Gestalt habe er fünfzehn Knaben, zwei Weiber und einen Mann erwürgt, jedoch jeweils nur das Gehirn von ihnen gegessen. Stump wurde gerädert und fürchterlich gefoltert. Man riß ihn mit Kneifzangen in Stücke, flocht ihn aufs Rad und enthauptete ihn, bevor sein kopfloser Leichnam verbrannte wurde. Für den Fall, daß man etwas ausgelassen hatte, wurden seine Geliebte und seine Tochter gleich mit verbrannt. Ein Adliger befand sich 1558 auf der Jagd, als er von einem Wolf angefallen wurde. Im Kampf hieb er ihm eine Pfote ab und steckte sie als Andenken in seinen Rucksack. Auf dem Rückweg machte er bei seinem Nachbarn Rast, holte die Trophäe aus dem Rucksack. Es war eine Frauenhand mit einem goldenen Ring an einem Finger, den der Nachbar als den seiner Ehefrau identifizierte. Er eilte hinauf ins Schlafgemach seiner Frau und fand sie, wie sie gerade versuchte, den blutigen Stumpf ihrer Hand zu verbinden. - Die Bestie von Gévaudan:
- Es begann im Jahre 1764. Die meisten Einwohner des Dorfes Gévaudan waren Bauern und Schafshirten und drei Jahre sollte sie die Bestie in Angst und Schrecken versetzen. Das erste Opfer war ein 14jähriges Mädchen, das grausam entstellt wurde. Handelte es sich um einen besonders großen Wolf? Die Bestie griff nur die Schwächsten an. Frauen, Kinder und Männer, die ihre Herde alleine auf die Weide trieben. Die Menschen schlossen sich in ihren Häusern ein und vermieden es, alleine das Vieh zu hüten oder in den Wald zu gehen.
- König Ludwig XV entsandte 1765 einen Wolfsjäger in die Gegend, doch die Bestie war klug und kannte sich aus. Sie versteckte sich in Schluchten und schüttelte die Verfolger im Dickicht des Waldes ab. Auf der Flucht vor ihren Häschern zefetzte sie alle, die sich ihr in den Weg stellten.
- Als der große Jahrmarkt im Jahre 1765 stattfand, hielt man die Bestie für tot, bis sich am Dorfesrand die Leiche einer Frau fand, deren Kehle durchbissen worden war. Die Kirche sprach vom "Boten des Teufels", der die Menschen für ihre Sünden bestrafte.
- Im Herbst hielt das Morden an, im Winter jedoch verschwanden weniger Menschen und man dachte, die Bestie sei ihren Wunden erlegen. Das Morden ging im Frühling erneut los, schlimmer denn je. Am 19. Mai 1767 tötete ein gewisser Jean Chastel die Bestie.
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